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Die Schlacht von Dunbar (1296)

König John Balliol gelangte im Jahre 1292 durch Edward I. auf den schottischen Thron. Aber Balliol war ein schwacher König und das wollte sich Edward zu Nutze machen. Er hatte bereits Wales erobert und nun richtete er sein Augenmerk auf Schottland.


DUNBAR CASTLE im Mittelalter

Im Jahre 1296 ließ er seine Armee Richtung Norden aufbrechen. Sie bestand aus einer Infanterie von 30.000 Mann und einer Kavallerie von 5.000 Mann. Mit dieser Streitmacht wollte er nun Schottland erobern. Zuerst erreichten Edwards Truppen die Stadt Berwick, welche Haupthandelszentrum von Schottland war. Er ließ die Stadt plündern und praktisch die gesamte Bevölkerung erbarmungslos abschlachten. Danach sandte der englische König seinen obersten Kriegsherren John de Warenne aus um Dunbar einzunehmen. De Warennes Sonderkommando bestand aus den besten Männern der Kavallerie, einer Anzahl von walisischen Bogenschützen und aus einer Infantrie-einheit von Männern, welche aus den nördlichen Erhebungen stammten. Als de Warenne Dunbar erreichte fand er eine Burg vor die sich schon auf eine englische Belagerung eingerichtet hatte.

Die schottische Hauptarmee aber war außerhalb der Burgmauern, an einem Ort namens Spottsmuir postiert und stand unter dem Kommando von John Comyn, dem Earl of Buchan.
De Warenne ignorierte die gut gerüstete Burg von Dunbar und eröffnete die Schlacht mit dem Angriff auf die Haupteinheiten der schottischen Truppen. Den Schotten mangelte es nicht an Mut aber an schlechter Disziplin. Tausende von walisischen Pfeilen ließen ihre durchbrochenen Reihen geradewegs auf die englischen Truppen zutreiben. Ungeordnet und verwirrt wurden sie nun von de Warrenes Kavallerie zu Boden getrampelt. Wer den Angriff überlebt hatte und zu entkommen versuchte wurde mit dem Schwert, der Lanze, der Axt oder dem Streitkolben nieder gemacht. Das Resultat dieser Schlacht war ein totaler Sieg der englischen Streitmacht und über 10,000 Toten auf der schottischen Seite. John Comyn und dessen Anhänger sowie drei weitere schottische Earls wurden gefangen genommen. Edward I. von England setzte seinen Eroberungszug fort und brachte seine Truppen weiter nach Norden.

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