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Sabaton - Synode

Sabaton
Fußpanzerung.

Sachsenspiegel
Von Eike von Repgow um 1235 erstellte Aufzeichnung des in Nordostdeutschland geltenden Rechtes.

Säckelschneider
Mittelalterliche Bezeichnung des heutigen Taschendiebes. Da Hosentaschen im Mittelalter nicht bekannt waren, trug man sein Geld in einem kleinen Beutel am Gürtel. Der Dieb schnitt diesen im Marktgetümmel mit einem Messer ab, daher die Bezeichnung "Säckelschneider".

Salzfass
Mittelalterliche Speisen wurden meist nicht gesalzen serviert. Auf der Tafel stand vor dem Gastgeber ein Salzfaß, dies sollte seinen Wohlstand unterstreichen. Die Ehrengäste saßen am Tisch des Gastgebers, was auch "über dem Salz sitzen" genannt wurde. Die weniger wichtigen Personen setzte man an die unteren Tische, sie saßen somit "unter dem Salz".

Saumtier
Packpferd oder Packmaultier.

Schach
Vermutlich ein in Indien im 6. Jh. entstandenes Strategiespiel. Seit dem 11. Jh. in Europa bekannt und sehr beliebt im Mittelalter.

Schafwolle
Wichtigster Wollstoff des Mittelalters in Europa, da Baumwolle importiert werden mußte. Die gesellschaftliche Unterschicht trug fast ausschließlich Kleider aus Schafwolle.

Schatzkammer
Raum einer Burg oder Festung, in dem die Wertgegenstände, vor allem Gold und Silbermünzen des Burgherrn aufbewahrt wurden. Der Kämmerer trug die Verantwortung für die Schatzkammer.

Schiessscharte
Verdeckte Öffnungen in der Mauer, hinter denen die Schützen Stellung beziehen konnten.

Schwert
Entgegen der allgemeinen Annahme wurden im Hochmittelalter Schwerter nicht ständig und im Alltag getragen. Würdenträger oder höhere Staatsdiener haben das Schwert mit dem Gurt um die Scheide gewickelt als Statussymbol in der Hand getragen. Das Führen der Waffe im normalen zivilen Leben wurde jedoch offiziell nicht befürwortet.
Siehe auch Bastardschwert, Bidenhänder oder Falchion

Scheffel
Eine Maßeinheit.

Schildgeld
Im späten Mittelalter die Möglichkeit eines Lehnsmanns, sich vom Kriegsdienst bei seinem Herrn "freizukaufen". Mit dem Geld, das der Lehnsmann bezahlte, wurden Söldner angeworben.

Schindeln
Kleine Holzbretter, die zum Dachdecken benutzt wurden. In Form, Größe und Anwendung unseren heutigen Dachpfannen sehr ähnlich. Schindeldächer waren besser zu reparieren als Dächer aus Reet, da einzelne Schindeln leichter ausgetauscht werden konnten. Die Haltbarkeit war jedoch wesentlich geringer, da das Holz durch die Nässe nach und nach verfaulte.

Scholastik
Sammelbezeichnung für die (an den kirchlichen katholischen Glauben gebundene) Wissenschaft des lateinischen Mittelalters seit dem 9. Jh. Da durch die Theologie die (Glaubens)wahrheit bereits gegeben ist, ist Ziel der Scholastik nicht die Wahrheitsfindung, sondern die rationale Begründung, Deutung, Systematisierung und Verteidigung dieser Wahrheit.

Schoofe
Bündel aus Pflanzenhalmen (Stroh oder Schilf), die zu einem Dach aus Reet zusammengebunden wurden.

Schultheiss
Auch Schulze genannt. Dorfpolizist, der dem Stand der Bauern angehörte und auch von ihnen selbst gewählt wurde. Er ersetzte oft den Büttel und überwachte die Arbeit der Bauern, sammelte die Steuern für den Grundherrn ein, und meldete ihm jegliche Gesetzesübertretung auf dessen Lehen.

Schürenzins
Auch Frauengeld genannt. Der Grundherr mußte einer Heirat zwischen Leibeigenen zustimmen. Wurde der Maid die Unschuld vorher geraubt und das Paar dabei entdeckt, so hatte der Mann dem Grundherrn eine meist sehr hohe Strafe, den Schürenzins, zu bezahlen, der leicht mehrere Tagelöhne umfassen konnte.

Schwarzer Tod
Bezeichnung für die Pest, da sich am Körper des Erkrankten zuerst schwarze Flecken bilden, die dann zu Eiterbeulen anschwellen.

Schwertleite
Aufnahme in den Ritterstand. Schlag mit flachem Schwert auf den Nacken der knienden Edelknappen.

Seife
Der arme Teil der Bevölkerung benutzte eine Mischung von Asche und Tierfett als Seife. Diese wurde aufgrund ihres unangenehmen Geruchs aber nur zur Reinigung der Wäsche verwendet. Reiche Personen ließen sich Seifen aus dem Ausland kommen, die unseren heutigen Seifen sehr ähnlich waren. Aus Südeuropa kamen beispielsweise wohlduftende Seifen, die mit Hilfe von Olivenöl hergestellt wurden. Die damaligen Seifen hatten allerdings nicht die uns heute bekannte feste Form, sondern eher die Beschaffenheit einer Paste.

Sergeant-At-Arms
Mitglied der königlichen Leibwache.

Sheriff (Engl.)
Der Sheriff war einer von den englischen Königen eingesetzter Beamter, welcher das Hauptverwaltungs- und Justizamt einer Grafschaft inne hatte. Viele Arbeiten wie die der umherreisenden Richter, Untersuchungsrichter, und Friedensrichter wurden vom Sheriff übernommen. Dazu zählten auch das Eintreiben von Steuergeldern welche er dann nach Abzug seines Anteils an das Schatzamt weiterleitete. Außerdem war er oft dafür verantwortlich das die königliche Tafel mit Vorräten gefüllt war wenn der König seine Grafschaft besuchte.

Siegel
Ein persönliches Prägezeichen eines Adligen, das zur Beglaubigung eines Schriftstücks verwendet wurde. Das Siegel, das meist aus Metall hergestellt wurde, konnte auf dem Schriftstück in Wachs oder Siegellack eingeprägt werden. Siegellack wurde meist aus Fichtenharz hergestellt. Ein Dokument bekam nur durch dieses Siegel Gültigkeit, da eine Unterschrift im heutigen Sinne bedeutungslos war. Da das Siegel ein wichtiges Beweisstück für die Echtheit eines Dokumentes war, wurde es sorgfältig verwahrt, meist persönlich vom Kanzler. Das Siegel eines Adligen spiegelte normalerweise sein persönliches Wappen wieder.

Simonie
Käuflicher Erwerb geistlicher Weihen, Ämter und damit verbundener Pfründe.

Sippe
Verwandtenkreis, der über die Familie im engeren Sinne hinaus reicht und in dem die gleichberechtigten Mitglieder zur gegenseitigen Hilfe verpflichtet waren. Man unterschied die feste und offene Sippe. Die feste Sippe umfaßte alle Personen, die in männlicher Linie miteinander verwandt waren, die offene Sippe zudem auch die Verwandten der weiblichen Linie.

Skorbut
Eine im Mittelalter häufig vorkommende Krankheit, die aufgrund eines Vitamin C–Mangels entsteht. Da gegen Ende des Winters die meisten Menschen im Mittelalter ohne Obst und Gemüse auskommen mußten, war die Krankheit sehr oft vertreten. Anzeichen für Skorbut sind Mattigkeit, Muskelschwäche und Zahnverlust.

Söldner
Im späten Mittelalter bestanden die Heere zu immer größeren Teilen aus bezahlten d.h. für Sold dienenden Soldaten. Da es den Rittern möglich war, sich vom Kriegsdienst bei ihrem Herrn durch das sogenannte Schildgeld freizukaufen, warb der Lehnsherr oder der Söldnerführer (Condottiere) Männer an, die für Geld kämpften. Diese fühlten sich, anders als die Gefolgsleute der Lehnsherrn nur dem verpflichtet, der sie bezahlte. Sie interessierten sich nicht für Ruhm und Ehre. Oft wurden sie auch nach einem Feldzug weiterhin bezahlt, da sie sich ansonsten in Söldnerbanden zusammenschlossen und raubend, plündernd und mordend durch die Ländereien desjenigen zogen, der sie bis vor kurzem noch bezahlt hatte. Ablösesummen wurden ihnen gezahlt, um sie dazu zu bewegen in Nachbarländer weiterzuziehen.

Spitäler
Menschen, die früher im Mittelalter die Kranken in den Krankenhäusern verpflegten und ihnen zur Genesung halfen

Spolienrecht
Der Kaiser und deutsche König durfte als Lehnsherr der Kirchenfürsten bei deren Ableben oder Versetzung, bevor deren Nachfolger erschien, die Einkünfte des Bistums oder Erzbistums für sich beanspruchen (Regalienrecht). Das Spolienrecht betraf speziell den beweglichen Nachlaß verstorbener Bischöfe, Äbte und Erzbischöfe. Der Herrscher war berechtigt in deren Todesfall alles bare Geld, die Hausgeräte, das Vieh, die Wagen, das Getreide usw. für den Fiskus einziehen zu lassen

Standarte
Lange Fahne, Feldzeichen in der Schlacht.

Stangenwaffen
Stangenwaffen gibt es in einer fast unüberschaubaren Formenvielfalt. Sie sind mit ihren längsten Vertretern den Spießen der Landsknechte der Untergang der Ritter gewesen. Auch als Waffe gegen die bis zu 6m langen Spieße wurden kürzere - 2,30m bis 3m lange - Stangenwaffen wie Helmbarten und Gleven eingesetzt ähnlich wie die Bidenhänder. Einige wurden häufig, auch nachdem sie ihre Funktion als Kriegswaffe bereits verloren hatten, als Waffe von Trabanten und Ehrenwachen an verschiedenen Fürstenhöfen eingesetzt.

Stechpuppe
Übungsgerät für berittene Krieger bei der Tjost. Mit einer Lanze versuchte man das Ziel, meistens ein Schild an einem Holzpfahl, aus vollem Galopp zu treffen. Im späteren Mittelalter wurde das Schild an einem drehbaren Querbalken befestigt, an dessen anderem Ende befand sich ein Sandsack, der den Reiter vom Pferd warf, wenn er nicht schnell genug ritt. Dies erhöhte den Schwierigkeitsgrad der Übung und verlangte eine höhere Geschicklichkeit.

Steigbügel
Metallbügel an Riemen zu beiden Seiten des Sattels. Sie dienen dem Reiter als Fußstütze und ermöglichen eine bessere Kontrolle über das Pferd. Steigbügel sind etwa seit dem 7. Jh. in Europa bekannt und revolutionierten den berittenen Kampf Mann gegen Mann. Erst mit Einführung dieser Reithilfe war es möglich mit schweren Lanzen (im Gegensatz zu den von römischen Reiterabteilungen benutzten Speeren) vom Pferd aus anzugreifen, da sie dem Reiter einen festeren Halt ermöglichten, damit dieser die Stoßkraft beim Aufeinandertreffen der Kombattanten besser abfangen konnte.

Steinmetz
Handwerker, der den natürlichen Stein mit Hammer und Meißel bearbeitet und sie für den Bau in die gewünschte Form bringt.

Steinvorrat
Auf Burgen wurde ein Steinvorrat angelegt, der bei einer Belagerung als Wurfmaterial diente. Durch die Höhe der Burgmauern konnte ein, auf einen Angreifer fallengelassener, großer Stein tödlich sein.

Steppwams
Zur Rüstung gehörender Wams mit Metallbesatz und mit Verschnürungen für Rüstungsteile.

Steuern
Zwangsabgabe die alle Einwohner eines Gebietes ihrem Herrn zu entrichten hatten. Die Vielfalt der Steuern war im Mittelalter außerordentlich. Besthaupt, Frondienst, Futterabgabe, Holzgeld, Mahlzins, Mastzins, Mietzins, Pferdezins, Weidegülte, Wegezoll, Zehnt.

Stift
Im Kirchenrecht eine ursprünglich zu religiösen Zwecken bestehende autonome Anstalt mit einer Stiftsverfassung.

Strafen
Viele Arten von Strafen im Mittelalter sollten die Tat des Verbrechens widerspiegeln. So wurden Gotteslästerer beispielsweise mit dem Herausschneiden der Zunge bestraft. Die Bestrafung ging von einfachen Geldstrafen, über Entehrung (Ächtung, Pranger) bis hin zu Leibesstrafen (Verstümmelungen des Körpers) oder der Todesstrafe.

Streitkolben
Hiebwaffe mit Eisenkopf.

Surcot
Ein feminines Oberkleid.

Synode
Kirchenversammlung, Konzil.

Nach Oben!

 

 

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