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Babylonische Gefangenschaft - Büttel

Babylonische Gefangenschaft
Der Aufenthalt der Juden in Babylonien; danach der Zeitraum im 14. Jahrhundert, in dem die Päpste aus Rom vertrieben und in Avignon ansässig waren (1309-1376).

Bader
Volkstümliche Bezeichnung für Barbier. Es handelte sich um den Betreiber einer Badestube, der außer dem Schneiden der Haare auch oft die Aufgaben des heutigen Chirurgen oder Zahnarztes übernahm.

Badezuber
Für das Baden benutzter Wasserbehälter. Von der Konstruktion her aufgebaut wie ein stehendes, halbes Faß, daß an den Rändern oft mit Stoff ausgepolstert wurde.

Ballist
Belagerungsmaschine, die große Pfeile verschießt.

Banner
Quadratische oder rechteckige Fahne, die von einem Bannerherrn geführt wird und dessen Wappen zeigt.

Bannerherr
Ein Ritter mit Befehlsgewalt über andere Ritter.

Bannockburn
Schlacht nahe Sterling am 24. Juni 1314. König Robert the Bruce besiegt König Edward II. von England.

Bannrecht
Zuerst das Recht der Obrigkeit, insbesondere des Königs zu gebieten und zu verbieten, dann die Strafe, die bei Verletzungen des Bannrechtes eintritt.

Bärenhatz
Marktspektakel bei dem der Besucher gegen einen Einsatz seinen Hund auf einen angeketteten Bären hetzen konnte. Heulte der Bär auf, erhielt der Hundebesitzer einen Gewinn.

Basilika
Kirchenbautyp; im katholischen Kirchenrecht liturgisch priviligierte Kirche, entweder wegen ihres ehrwürdigen Alters oder wegen ihrer Bedeutung als internationaler Wallfahrtsort.

Bastion
Vorspringende Festungsmauern – Bollwerk.

Bauer
Unter einem Bauern ist ein Landwirt zu verstehen, der in eigener Person mit Hilfe von Familienangehörigen und Gesinde einen Bauernhof bewirtschaftet und dabei nicht nur die Wirtschaftsführung leitet, sondern auch selbst bäuerliche Arbeiten verrichtet.

Baumeister
Leiter des Aufbaus einer Festung oder Kathedrale. Meistens ein erfahrener Maurer– oder Steinmetzmeister. Seine Aufgaben beinhalten sowohl den Entwurf als auch den Aufbau des Objekts. Die Übernahme einer solchen Aufgabe versprach eine sehr gute Bezahlung sowie eine hochangesehene Stellung in der Gesellschaft.

Beckenhaube oder Bacinet
Helm, der bis an oder über die Ohren reicht und mit oder ohne Visier getragen wird.

Beinlinge
Enganliegende hüftlange Strümpfe, die an einem speziellen Gürtel festgenestelt wurden.

Beinröhre
Röhrenförmige Stahlplatte zum Schutz des Unterschenkels.

Beinzeug
Die Panzerung des kompletten Beines.

Beizjagt
Jagd von Vögeln und anderen Kleintieren mit Hilfe von abgerichteten Raubvögeln wie Habichte und Falken. Diese Art der Jagd war dem Adel vorbehalten.

Belagerungskrieg
Längere militärische Aktion, bei der eine Armee eine Stadt oder Burg umzingelt und vom Nachschub abschneidet.

Belagerungsturm
Ein Holzgestell auf Rädern, einem Turm ähnlich, das an die Burgmauer gerollt wurde. Die Zugbrücke des Belagerungsturms wurde zum Wehrgang der Burg heruntergelassen und die im Turm versteckten Soldaten stürmten die Burg.

Beltane
Keltisches Fruchtbarkeitsfest am 1. Mai, mit dem der Sommeranfang begangen wurde.

Benediktinerregel
Leitfaden für das Klosterleben, verfaßt vom heiligen Benedikt von Nursia im 6. Jahrhundert; wurde von allen Mönchs- und Nonnenkloster übernommen.

Bergfried
Hauptturm in deutschen Burgen, von den Wohngemächern getrennt, wurde als letzte Verteidigungsstellung genutzt, falls es dem Belagerer gelang, in die Burg einzudringen. Innerhalb des Bergfrieds wurden Vorrats- und Waffenkammern angelegt. Unterirdisch war hier auch oft der Kerker der Burg zu finden.

Besthaupt
Besondere Abgabe an den Grundherrn im Todesfall eines Leibeigenen. Im Normalfall das beste Stück Vieh oder beste Kleid (deshalb auch Bestkleid genannt).

Bidenhänder oder Zweihänder
Der Bidenhänder ist eine typische Landsknechtwaffe, die speziell gegen die Spieße der Gewalthaufen benutzt wurde. Schon im 14. Jhd. sind Bidenhänder bekannt jedoch ohne zusätzliche Parierhaken, die erst im 16. Jhd. erscheinen. Ein durchschnittlicher Bidenhänder wiegt zwischen 2,8 und 5kg und ist zwischen 1,50 und 1,80m lang. Trotz seiner Ausmaße lässt sich mit dem Bidenänder hervorragend fechten. Die oft mit Leder umwickelte Fehlschärfe ermöglicht einen günstigen Hebel um im Nahkampf zu agieren. Die Parierhaken vor der Fehlschärfe bilden eine zweite Parierstange und schützen so die Hand an der Fehlschärfe. Gegen Spieße und andere Stangenwaffen faßt man den Bidenhänder komplett am Griff. Zudem ermöglichen die Parierhaken spezielle Manöver mit den ein geübter Fechter einen Spießwall durchdringen kann. Bei den Landsknechten wurden Bidenhänderkämpfer, die ein Zeugnis eines Meisters vom langen Schwert vorweisen konnten, mit doppelten Sold als Trabanten (Leibwächter) für hohe Persönlichkeiten oder die Fahne geworben.

Bier
Da Wasser durch Bakterien, die damals unbekannt waren, oft Krankheiten verursachte, war Bier neben Wein eines der Hauptgetränke der Bevölkerung. Aufgrund seines Zuckergehaltes war es für diejenigen, die sich keine gute Ernährung leisten konnten ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Binsen
Getrocknetes Schilf, mit dem der Boden in Räumen ausgelegt wurde.

Bischof
Christilicher Würdenträger, der als Nachfolger der Apostel gilt und ein Bistum oder eine Diözöse leitet.

Bog Trotter
Ponyartige Kleinpferdrasse, die den klimatischen Gegebenheiten und der kargen Ernährungssituation Nordenglands und Schottlands angepaßt war. Der Name war vor allem in Northumbria üblich.

Bolzen
Geschoß der Armbrust.

Bombarde
Vorläufer der Kanone zum Schießen von Steinen und anderen Geschossen.

Bonde
Ausdruck für einen "freien" Bauern.

Borders
Südschottisches Grenzgebiet zu England.

Blutrinne
Längsvertiefung in der Schwertklinge zum Verringerung des Gewichtes.

Brandmarke
Mit einem glühenden Eisen für kleine Vergehen beigebrachte, sichtbare Markierung, um den Täter in der Öffentlichkeit bloßzustellen. Die noch heute benutzten Begriffe "gebrandmarkt" und "Schandmal" haben hier ihren Ursprung.

Brechscheibe
Metallplatte an der Lanze zum Schutz der Hand.

Brigandine
Jacke, die innen mit vielen kleinen Stahlplatten vernietet ist. Die Nietköpfe erscheinen außen als Zierat.

Bruderschaft
Verband mit überwiegend religiös-karitativen Zielen, personelle Zusammensetzung berufsunspezifisch und ständeübergreifend.

Brustwehr
Brusthoher Schutzwall an Festungswerken; bei mittelalterlichen Burgen oberer Abschluß der Ringmauern oder Wehrgänge.

Brünne
Bezeichnung für ein Kettenhemd.

Bruche
Mittelalterliche Unterhose für Männer.

Buckel oder Kachel
Kappenförmiger Schutz für Ellbogen und Knie.

Buckler
Der Buckler oder auch Faustschild genannt, ist eigentlich eine Defensivwaffe die jedoch nicht nur zum blocken und fangen der gegnerischen Klinge gedacht war. Auch offensiv als Schlagwaffe, sowohl mit der Fläche als auch mit der Kante, kann er genutzt werden.

Burg
Befestigter Wohnsitz. Seit dem 10./11. Jh. sind Burgen als Herrensitze dem Adel bzw. den Rittern vorbehalten. Sie entwickeln die Burg zu einer umfassenden Wohn- und Verteidigungsanlage mit Toren, Türmen, Vorratslagern, Wohnräumen, Zisternen usw. in vielfältigen Formen. Auf der Burg findet das "höfische Leben" statt, und von ihr aus beherrschen die Adligen und Ritter ihr Land und ihre Leute. Zeitweise bezeichnet man auch die Stadt als Burg (englisch: "borough") und ihre Bewohner als "Bürger".

Burggraben
Tiefer und breiter, manchmal mit Wasser gefüllter Graben um eine Burg, angelegt als Hindernis für potentielle Angreifer.

Burghalle
Der Raum in einer Burg, in dem die wichtigsten Aktivitäten des Tages stattfanden.

Burgmannenhaus
Unterkunft für die Wachmannschaft und die Schützen.

Burgvogt
Oberster Verwalter einer Burg und Stellvertreter des Burgherrn. Er organisierte den täglichen
Arbeitsablauf auf der Burg.

Bürger
Eine mittelalterliche Bezeichnung für größere befestigte Siedlungen war "burgus" (Burg), d.h. Stadt. Ihre Einwohner heißen Bürger. Sie bilden seit dem 12. Jh. einen eigenen Stand neben dem Adel und den Bauern. Vollberechtigte Bürger waren nur die Einwohner der Stadt, die hier Grund und Boden besaßen. Sie unterstanden nur der städtischen Gerichtsbarkeit. Man unterscheidet die Patrizier (Die Oberschicht) und die Handwerker (Mittelschicht) von der Unterschicht (Arme), die nicht berechtigt war, an der Stadtregierung (dem Rat der Stadt) mitzuwirken. In der Neuzeit änderte sich die Bedeutung des Wortes "Bürger". Einmal bedeutet es "Staatsbürger", dann auch Angehöriger der Mittelschicht, der "bürgerlichen" Klasse.

Büttel
Vom Grundherrn eingesetzter Amtsträger ähnlich einem heutigen Polizisten. Er diente auch gleichzeitig als Verwalter auf den Ländereien des Herrn und sammelte die Abgaben, sprich Steuern, ein.

Nach Oben!

 

 

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