Der
Name Lamberton stammte von der Baronie Lamberton in Berwickshire
und erscheint zum ersten mal 1136 in einem Schutzbrief für
Fischereirechte. In diesem Rechtsbrief, welcher sich auf das
Angeln von Fischen im Tweed bezieht, wird ein William de Lamberton
als Zeuge benannt. Die Lambertons zählten im 11. und
12. Jahrhundert zu den bedeutensten Personen von Berwickshire.
Um 1206 taucht der Name auch in Lanark, Edinburgh, Fife, Forfar
und Stirling auf, wo die Familie Lamberton Ländereien
besitzt.
ST.ANDREWS
CASTLE
Sitz der Bischöfe von St.Andrews im 13.
Jhr |
William
Lamberton, Bischof von St. Andrews, gehört aber zweifellos
zu den berühmtesten seiner Art. Er demonstrierte seinen
schottischen Patriotismus, lange bevor Robert the Bruce in
einem Brief an William Wallace dazu drängte Schottland
mit aller Kraft zu unterstützen. William Lamberton arbeitete
mit John de Soules zusammen, welcher in den ersten Jahren
des 14. Jahrhundert das Amt des “Guardian of Scotland“,
inne hatte. Der Bischof ging auch einen geheimen Pakt mit
Robert the Bruce am 11. Juni 1304 ein und besiegelte damit
eine beidseitige Freundschaft gegen den Feind England. Während
des Geheimpakts beratschlagten sich beide Männer bevor
sie handelten. So muß Lamberton auch von Bruces Absicht,
Comyn in Dumfries zu treffen, gewußt haben. Zur Zeit
von Comyns Ermordung war der Bischof in Berwick und arbeitete
für Edward I. von England, jedoch schlich er sich in
der Nacht davon um Bruce in Scone zum König zu krönen.
Innerhalb
der nächsten drei Monate kapitulierte William Lamberton,
doch nicht bevor er seinen Landpächtern in Scotlandwell,
in Kinross-Shire die Anordnung gegeben hatte, für Bruce
zu kämpfen.
Gemeinsam mit Bischof Wishart und dem Abt von Scone wurde
er von den Engländern nach Süden gebracht, wo man
ihn in Wessex in einem Verließ in Eisen legte. Bischof
Lamberton und die anderen wären getötet worden,
wenn sie keine Geistlichen gewesen wären.
Im August 1308 machte Lamberton seinen Frieden mit König
Edward, so das man ihn unter der Bedingung in der Diözese
von Durham zu bleiben, auf freien Fuß setzte. Das jedoch
erlaubte ihm am Südufer des Tweed mit Schottland in Kontakt
zu bleiben.
Bischof Lamberton setzte seine diplomatischen Fähigkeiten
weit vor und nach der Schlacht von Bannockburn ein, so wie
bei der Deklaration von Arbroath, welche im Jahre 1320 Papst
Johannes XXII zugesandt wurde. Bischof William Lamberton starb
1328. |