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S
ir
Robert (Bruce) de Brus
7th
Lord of Annandale
2nd Earl of Carrick
King of Scotland (1306-1329)
Robert
the Bruce (Robert de Brus) wurde am 11 Juli 1274 auf Turnberry
Castle geboren. Wie die meisten schottischen Adeligen war auch
die Familie Bruce von anglo-normannischer Abstammung, die sich
im frühen 12. Jahrhundert in Schottland ansiedelte.

KOPF DER BRUCE-STATUR VON BANNOCKBURN
(nachträglich eingefärbt)
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Durch
Heirat wurde die Familie Bruce in die königliche Linie
Schottlands integriert und Robert de Brus (5. Lord of Annandale),
Großvater des zukünftigen Königs, der im Alter
von 24 Jahren an einem Kreuzzug ins heilige Land unter der Fahne
von Kronprinz Edward von England teilnahm, erhob im Jahr 1290
Anspruch auf die vakante schottische Krone.König Edward
von England erhob sich selbst zum Lehnsherrn über Schottland
und verlieh die Krone John Balliol. Robert the Bruce erhielt
im Jahr 1292 den Titel des Grafen von Carrick väterlicherseits,
ansonsten war bis 1306 von Bruce wenig bekannt. Während
der Zeit der Aufstände zwischen 1295 und 1304 hatte Bruce
mehrmals die Seiten gewechselt. Anfangs schwor er dem englischen
König die Treue und als die Revolte durch William Wallace
von ersten Erfolg gekrönt war, wechselte seine Loyalität
zu Schottland über. Als die Popularität von Wallace
zu schwinden begann, wechselte Bruce erneut die Seiten und gewann
Edwards Vertrauen. Zu dieser Zeit deutete jedoch nichts darauf
hin, daß Robert in absehbarer Zeit eine führende
Rolle im Unabhängigkeitskrieg gegen England übernehmen
würde. Ein entscheidendes Ereignis darauf war der von ihm
verübte Mord an John "the Red" Comyn, ein Neffe
und möglicher Thronfolger John Balliols. Nach der Tat am
10. Februar 1306 in der Franziskanerkirche zu Dumfries, eilte
Bruce nach Scone. Er ließ sich am 25. März 1306 in
der Abtei zum König von Schottland krönen, wobei ihm
ein Widerstand nicht entgegengesetzt wurde.

KÖNIG ROBERT I. VON SCHOTTLAND
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Traditionsgemäß
wurden schottische Thronfolger vom Earl of Fife gekrönt,
während der Aspirant auf einem sogenannten Krönungsstein
(Stone of Destiny oder Schicksalsstein) saß, der wiederum
auf einer Anhöhe plaziert war. Diese Zeremonie fand jedoch
ohne den Earl of Fife statt, der währenddessen in England
inhaftiert war und ohne Krönungsstein, welcher schon im
Jahre 1296 von Edward I gestohlen wurde, während seiner
Invasion Schottlands. Isabella, die Tochter des Earls, eilte
nach Scone um ihn zu vertreten. Als Sie ankam war Bruce bereits
gekrönt. Da aber die Rolle des Earls of Fife so wichtig
war wurde die Zeremonie wiederholt. Der neue König wurde
daraufhin umgehend vom Papst Klemens V. exkommuniziert. Bruce
befand sich in einer schwierigen Situation. Nach der Rekapitulation
der Burgen von Dumfries, Dalswinton und Tibbers fing die Unterstützung
für Robert the Bruce an zu schwinden. König Edward
hielt nach wie vor viele strategisch wichtige Burgen in Schottland
und betrachtete Bruce als Verräter. Am 19. Juni 1306 erleidet
Bruce in Methven in East Strathearn eine seiner größten
Niederlagen und erneut am 11. August in Dalry nahe Tyndrum.
Seine Frau, Tochter und viele Anhänger wurden gefangengenommen
und drei seiner Brüder auf dieselbe Weise exekutiert wie
seinerzeit William Wallace. Bruce selbst fing an seine Besatzungstruppen
abzuziehen. Er wurde zum Flüchtling in seinem eigenem Königreich
und versteckte sich auf den verlassenen Insel von Rathlin.

KÖNIG ROBERT I
und seine erste Frau Isabel of Mar (Abbildung aus dem
16ten Jahrhundert) |
Nach
nur 6 Monaten Regentschaft bestand sein Königreich aus
einer kleinen Insel sechseinhalb Meilen lang und anderthalb
Meilen breit. Es war zu jener Zeit als sein Glück nachließ,
da schöpfte er erneut Hoffnung als er, der Legende nach,
eine Spinne dabei beobachtete wie Sie ihr Netz webte und dabei
wiederholt abrutschte und immer wieder hoch kletterte. Bruce
kam dadurch zu der Erkenntnis nach Niederlagen nicht aufzugeben,
sondern weiter zu kämpfen.
Er kehrte zurück nach Ayrshire im Jahre 1307. Zunächst
wurde er unterstützt durch seinen überlebenden Bruder
Edward. Bald jedoch stießen hochgeborene und niederständische
Schotten hinzu und versammelten sich um ihren neuen Führer.
Er kämpfte eine starke englische Truppe bei Loudon Hill
nieder und nach dem Tod Edward I., gewann er allmählich
mehr an Autorität in seine Königreich.
Er benutzte das schottische Parlament um eine internationale
Kampagne als Propaganda zu starten und im Jahre 1313 eroberte
er die Stadt Perth, die fest in der Hand einer englischen Garnison
lag. Viele Kämpfe wurden von seinen Anhängern gefochten,
wie z.B. James "the Black" Douglas der Roxburgh Castle
eroberte, Thomas Randolph der Earl of Moray welcher Douglasdale,
Galloway, den Forst von Selkirk und die meisten östlichen
Gebiete mit dem Königreich einverleibten. König Edward
I. wurde von seinem weniger ehrgeizigen
Sohn
Edward II. beerbt. Dadurch konnte Bruce ohne große Mühe
das Land von seinen Besatzern befreien. Im Jahre 1314 bekam
Edward II die Möglichkeit sich zu beweisen, als seine englische
Armee, drei Mal so groß wie der schottische Gegner, versuchte
die Garnison von Stirling zu verstärken. Einer Abmachung
zufolge zwischen Edward Bruce und dem Kommandanten dieser strategisch
wichtigen Festung, Philip de Mowbray, wollten sich die Schotten
ergeben, sollte die Verstärkung bis zum 24. Juni (Mittsommernacht)
nicht eintreffen. Am 23. Juli 1314 befanden sich 20 000 Mann
unter der persönlichen Führung Edwards II. auf den
Weg nach Stirling.
König Robert, zusammen mit 7000 Mann, wählte seine
Position zur Verteidigung bei Bannockburn. Er machte sich die
Sümpfe, Felsschluchten und steile Abhänge zu nutze.
Die englische Armee konnte sich aufgrund der Geländebeschaffenheit
nicht dementsprechend formieren während die schottischen
Lanzer dagegen hielten. Die Schlacht dauerte an, aber die Engländer
bemühten sich vergeblich. Edward II. traf schließlich
in Stirling mit 500 Mann ein, aber de Mowbray verwehrte ihnen
den Zutritt. Die Schlacht war endgültig verloren und der
Kommandant von Sterling Castle hielt Wort.

SIEGEL von
König Robert the Bruce, aus der frühen Zeit
seiner Regentschaft |
König
Edwards oberste Regentschaft neigte sich dem Ende zu bevor er
seine Truppen dazu zwingen konnte die schottische Unabhängigkeit
anzuerkennen.Im Jahre 1318 eroberten die Schotten die Stadt
Berwick und im Jahr 1320 wurde die Deklaration von Arbroath
an Papst Johann XXII gesandt, im Namen der Gemeinschaft des
Reiches. Die Deklaration war ein Brief datiert vom 6. April
1320 und wurde aufgesetzt vom Abt und Kanzler von Schottland,
Bernard of Linton in der Abtei von Arbroath. Der

CHARLES PILKINGTON JACKSON
schuf diese Bruce- Statur, welche man in Bannockburn
neben dem "Borestone" bewundern kann. Der
"Borestone" war ein Stein mit einem Loch,
in welchem der König, vor der Schlacht von Bannockburn,
seine Standarte hatte setzen lassen.
Am 24 Juni 1964, zum 650 Jahre Jubiläum der Schlacht,
wurde das Denkmal von Königin Elisabeth II von
England eingeweiht.
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Brief
wurde von 8 Earls und 31 Baronen unterzeichnet. Der Grund des
Briefes bzw. der Deklaration war es den Papst darauf hinzuweisen,
daß die Schotten keine Verräter und keine Rebellen
gegenüber englische Könige sind, sondern loyale und
treue

NACHBILDUNG DER GRABPLATTE VON KÖNIG
ROBERT I VON SCHOTTLAND
Das Original, eine Grabplatte
aus Messing, befindet sich in der Dunfermline Abbey.
Hier wurde Robert The Bruce neben seiner Frau Elizabeth
de Burgh, im Jahre 1329 beigesetzt.
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Untertanen
ihres eigenen Königs und unabhängigen Königreichs.
Die Schotten fielen wiederholt in Nordengland ein und die Engländer,
im Gegenzug, in Südschottland. Im Jahre 1327 machte Edwards
Abdankung (unter Zwang) Platz für Edward III.. Der neue
König von England suchte den Frieden mit Schottland in
dem er Bruce als König anerkannte und auf alle Ansprüche
auf Schottland verzichtete.
In den letzten Jahren seines Lebens verschlechterte sich Bruce
Gesundheitszustand drastisch. und er verbrachte die meiste Zeit
in Cardross in Dumbartonshire. Dort starb er schließlich
am 7. Juni 1329 an Lepra. Da es König Roberts letzter Wunsch
war an einem Kreuzzug teilzunehmen erfühlte man ihm diesen
Posthum. Bevor er in der Abtei von Dunfermline beigesetzt wurde
entnahm man seinem Leichnam das Herz, daß von Sir James
Douglas auf einen Kreuzzug nach Spanien mit genommen wurde.
Douglas wurde getötet aber das Herz brachte man zurück
nach Schottland wo es in der Melrose Abtei beisetzt wurde.
König Robert I befreite Schottland von der englischen Herrschaft
und bestätigte damit die endgültige Unabhängigkeit
Schottlands. Er verwirklichte somit den scheinbar unmöglichen
Traum von William Wallace.
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Die
schottische Königslinie

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| Der
Stammbaum von Robert the Bruce, King of Scotland

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