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Einer
Theorie zufolge leitet sich der Name Boyd von Bhoid, dem gälischen
Namen der Insel Bute ab. Oder aber wie Bowie von Buidhe ("gelb",
"blond"), eine Anspielung auf die Haarfarbe des Ahnherrn.
Andere vermuten einen normannischen Ursprung des Namens, da
die ersten Boyds von jenseits des Ärmelkanals kamen. Im 12
Jahrhundert ließen sich die Söhne des (erblichen) Stewart
of Dol in Schottland nieder. Von ihnen stammten die ersten
Boyds ab, welche Vassalen der deMorevilles einer mächtigen
anglo-normannischen Familie mit riesigen Ländereien in Largs
und Irvine (ca.1170 war Richard deMorville Lord of Cunninghame
und Constable of Scotland). Während der Herrschaft von König
Alexander III (1249-86) besahen die Boyds die Baronie von
Noddsdale und Ländereien in Renfrew. Die erste schriftlich
erwähnte Person mit dem Namen Boyd war Robert Boyd (Dominus
Robertus de Boyd miles). Er wird 1205 als Zeuge in einem Vertrag
zwischen der Ortschaft Irvine und einem gewissen Lord Bryce
de Eglington benannt. Sein Nachkomme Robertus de Boyd, wird
zum erstenmal 1262 in einer Urkunde von Sir John Erskine of
Halkhill benannt. Robert besahs Güter in Largs und Portencross
an der Nordküste von Ayrshire. Er erlangte Berühmtheit durch
den Sieg über die Wikinger bei Goldberry Hill, während der
Schlacht von Largs am 2. Oktober 1263. Hierfür wurde er von
König Alexander III. belohnt und erhielt Ländereien in Cunningham.
Ein weiteren Robert Boyd findet man bei den Unterzeichnern
der Ragman Roll aus dem Jahre 1296. Am 28.August des Jahres
lässt sich er englische König Edward I. in Berwick-on-Tweed
von allen schottischen Edelleute, durch Unterzeichnung der
Ragman Roll die Treue schwören. Der erhofft sich durch den
Treueid der schottischen Lords Schottland an sich binden zu
können. Aber Robert Boyd, sowie auch viele andere Lords aus
dem Westen, brechen diesen Eid wieder nach kurzer Zeit und
Boyd schließt sich Sir William Wallace und dessen Freiheitskämpfern
an. König Edward lässt diesen Eidbruch nicht ungestraft und
Robert Boyd sowie die anderen Edelleute müssen dafür in Ayr
1296 hängen.

DEAN CASTLE, wurde bis 1700
Kilmarnock Castle genannt
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Sir Robert Boyd of Kilmarnock, der Sohn des gehängten
Eidbrechers zählte zu den bekanntesten Personen
in des schottischen Unabhängigkeitskrieges. Er wurde
1275 in Kilmarnock in Renfrewshire geboren und bekleidete
in Ayr und Lanark das Amt eines Untersuchungsrichter.
Als Sir Robert von der Exekution seines Vaters hörte
soll er an dem Racheakt, den William Wallace nach
der Hinrichtung der schottischen Lords verübte,
beteiligt gewesen sein.
Der Vergeltungsschlag von Wallace bestand darin die englischen
Streitkräfte in Ayr nieder zu metzeln. Sir Robert Boyd, spielte
dabei eine führende Rolle während der in Brandsetzung sämtlicher
Scheunen in Ayr. Danach agierte Sir Robert als zweiter Kommandant
von Wallace bis dieser 1305 von den Engländer gefangen genommen
und exekutiert wurde. Nach dem Tod von William Wallace schließt
sich er sich Robert the Bruce an und trotz vieler Niederlagen
unterstützt Boyd Schottlands zukünftigen König. Kurz vor dem 13.
September 1306 während der Belagerung und Einnahme von Kildrummy
Castle durch die Engländer gerät Sir Robert Boyd, sowie Angehörige
des schottischen Königs, in Gefangenschaft. Doch er kann seinen
Bewachen entfliehen und folgt König Robert auf die Insel Rathlin.
Von hier aus werden neu Pläne zur Bekämpfung der englischen
Widersacher in die Tat umgesetzt. 1308 unterstütze Robert
Boyd den schottischen König während der Schlachten von Inverurie
und im Brander Pass. Im März des darauf folgenden Jahres hielt König
Robert seine erste Parlament in St Andrews ab an welchem auch de Boyd
teilnahm.
1314 in der Schlacht von Bannockburn führt Sir Robert Boyd den rechten
Flügel der schottischen Truppen an. Diese Division unterstand dem
nominellen Kommando von Edward Bruce, dem Bruder des Königs und
spielte beim Widerstand des Hauptangriffs der englischen Ritter
eine kritische Rolle.
DEAN
CASTLE Torhaus |
Zum Dank der Treue gewährt der schottische König Sir Robert Boyd 1316
die Baronie Kilmarnock sowie die Ländereien Bondington und Hertschaw
(siehe Carta Roberti Boyde 1316). Die Baronie Kilmarnock einschließlich
die benachbarten Ländereien von Bondington umfassten damals 2350 Morgen
Land (ca. 9,51 km²). In den folgenden Jahren zog Sir Robert auch weiterhin
großen Nutzen aus seiner Treue zum König und erhielt später Land in Cunningham,
Kyle und Teilen von Dalswinton und Bridburgh in Dumfriesshire wie auch in Glenkens,
Kirkcudbrightshire. Zweifellos legte Robert Boyd das Fundament für seine Familie,
um eine der größten in Schottland zu werden. 1319 heiratet Robert doch der Name der
Braut ist leider nicht bekannt. Im Jahr 1320 bringt Sir Robert Boyds Ehefrau das ihr
erstes Kind zur Welt. Der Erstgeboren soll Robert wie sein Vater heißen. 1322 folgt
der zweite Sohn den man Alan nennt. Zwei Jahre später dann James das dritte Kind der Boyds.
DEAN
CASTLE Bergfried |
Im Mai 1323 finden Friedensverhandlungen zwischen
Schottland und England statt Unter den schottischen
Edelleuten befindet sich auch Robert Boyd, der wie
einige andere Lords Garant für den Waffenstillstand
ist. Im März 1328 tritt auch endlich der Frieden
mit England ein doch nach dem Tod von König Robert
I. im Jahr 1329 versuchen die Engländer erneut Schottland
zu erobern. Am 16. November 1333 attackiert die
einfallende englische Armee die Schotten am Halidon
Hill. Sir Robert Boyd und einige andere erfahrene
schottische Kommandanten müssen jedoch gegen die
Engländer eine Niederlage erleiden und geraten in
Gefangenschaft. Doch kurz nach seiner Festnahme
stirb Sir Robert Boyd of Kilmarnock im Alter von
58 Jahren.
Thomas
(1320-1365), Sir Roberts ältester Sohn und Erbauer
des Bergfrieds von Kilmarnock Castle (später Dean
Castle) wird während der Schlacht von Neville's
Cross 1346 von den Engländern gefangen genommen.
Bei der Belagerung von Perth, im Jahre 1339, kommt
Sir Roberts jüngster Sohn Alan (geb.1322), der die
schottischen Bogenschützen kommandiert, ums Leben.
Doch trotz aller Auseinandersetzungen mit dem englischen
Gegner, konnten die Nachkommen von Sir Robert de
Boyte für die nächsten 400 Jahre (von 1316 bis 1748)
auf Dean Castle leben.
Carta
Roberti Boyde 1316
Robertus, etc. Sciatis nos dedisse concusisso
et hae presenti carta nostra confirmasse Roberto
Boyde militi dilecto et fideli nostro, pro homagio
et servicio suo, omnes terras de Kylmernoc, de
Bondingtone et de Hertschaw, que fuerent Johannis
de Balliolo in dominico, totam terram de Kilbryde
et
totam terram de Ardnel, que fuerant Godfridi de
Ros,
filii quondam Reginaldi de Ros, et totam terram
que
fuit Willelmi de Mora in tenemento de Ardnel, cum
pertinenciis. Tenendas et habendas dicto Roberto
et heredibus suis de nobis et heredibus nostris
in
feodo et hereditate, et in unam integram et liberam
baroniam, per omnes rectas metas et divisas suas,
cum liberetenentibus predictarum terrarum, videlicet
de terra de Meneforde, de terra Ricardi Brune, de
terra Johannis de Kylmernoc, de terra Willelmi de
Gobenskethe, de terra Jacobi de Templetone, de
Achendolosk , de terra Roberti Scot in Ralphistone,
de terra Laurencii de Mora in tenemento de Dalry,
et de terra de Yngles Ardnel, libere quiete plenarie
et honorifice, in boscis planis viis semetis moris
maresiia pratis pascuis et pasturis in aquis stangnis
vivariis, molendinis et multuris, in aucupacionibus
piscacionibus et venacionibus, cum furca et fossa
soc et sac thol et them et infangandthefe, et cum
omnibus aliis libertatibus commoditatibus
aysiamentis et justis pertinenciis suis tam non
nominatis quam nominatis. Preterea concessimus
predicto Roberto Boyde ut ipse et heredes sui habeant
teneant et possideant predictam terram de Hertschaw
per omnes rectas metas et divisas suas tantum in
liberam forestam firmiter prohibentes ne quis sine
licencia dicti Roberti vel heredum suorum speciali
infra dictam terram de Hertschaw secet aucupet aut
venetur super nostram plenariam forisfacturam
Faciendo nobis et heredibus nostris dictus Robertus
et heredes sui pro omnibus terris supradictis
servicium unius militis in exercitu nostro, et unam
sectam ad curiam nostram de Are ad singula placita
nostra ibidem tenenda. In cujus rei, etc.
Das
Kilmarnock Wappen
In
der Peerswürde* von Schottland wird das Wappen
der Boyds von Kilmarnock wie folgt beschrieben:
„In Blau ein Schachbalken, Silber und Rot;
Helmzier, eine rechtsseitige Hand, ab dem Handgelenk
schwebend, aufrecht, aufzeigend mit dem Daumen und
den nächsten beiden Fingern, die andern nach
unten umgeklappt; Anhänger, zwei stützende
Eichhörnchen; Moto, Confido, Ich vertraue.”
In
der “History of Kilmarnock“ findet man
unterhalb des Boyd Wappens eine Schriftrolle auf
welcher das Wort “Goldberry“ steht.
Die Bedeutung dieses Wortes in einem Wappen der
Boyd Familie ist ehr ungewöhnlich. Eine Erklärung
dafür findet sich aber in Robertsons “Ayrshire
Familys“. Viele der Mottos auf den Wappen
der alten Adelsgeschlechtern finden ihren Ursprung
in einem besonderen Kriegsschrei oder einer heroischen
Tat. Das Wort “Goldberry“ wurde in Gedenken
an Robert Boyd übernommen. Dieser bezwang 1263
während der Schlacht von Largs einige Meilen
südlich von den Hauptkampfhandlungen mit einer
Gruppe furchtloser Anhängern ein Sonderkommando
der Norweger bei Goldberry Hill.
Hochadelswürde
/ Peer = Mitglied des schottischen Hochadels
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BOYD
FAMILIENWAPPEN |
BOYD
CLAN BADGE
Das lateinische Motto auf dem Clan Badge (Confido)
steht für “Vertrauen“
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BOYD
TARTAN |
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